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Als Mensch Gesehen werden - Mit Coaching ohne Methode zu Wachstum [!]


DAS PERFEKTE COACHING.

 

Coaching nach einer bestimmten Methodik beinhaltet den Verhinderungs-Faktor
der Einschränkung.
Ich beschränke mich und vor allem den anderen auf die Box dieser Methode.
Alles was ausserhalb liegt ist ausgegrenzt, kann nicht zum Zuge kommen oder wird erst gar nicht wahrgenommen.
So sind Möglichkeiten und Wachstum begrenzt.

Der tatsächliche Umsetzungserfolg von Coaching ohne Konzept und Methode eröffnet den Raum für jede Option der Verbesserung, die absolut individuell und einzigartig
auf den Coachee bezogen ist.
Es entsteht natürliche Nachhaltigkeit und Umsetzbarkeit für den Einzelnen.

Je mehr der Coach in der Lage ist, wahrzunehmen und hinzuhören wo der Coachee tatsächlich steht, ihn genau dort abholen kann, desto mehr entsteht tatsächliche Verbesserung im individuellen Kontext.
Der Coach richtet sich also nach dem Coachee und nicht nach einer Methode.


Wirkliches wachstum entsteht in der fähigkeit sich als coach leer zu machen.

Wir bestehen zu 95% aus Unterbewusstsein und unser Verstand
= kognitives Wahrnehmen, macht etwa nur 5 % aus.
(Manche Studien, behaupten sogar das Verhältnis stünde 97% zu 3 %).

Schauen Sie sich um:
Viele Menschen haben vieles längst kognitiv begriffen, können ihre ,Wieso, Weshalbs, Warums‘ erklären und wissen genau wo es hakt.

Doch sie geraten, trotz all des Wissens und der Anwendung verschiedenster 'Methoden zur Verbesserung', immer wieder in ähnliche Probleme und Muster
(in den ersten Lebensjahren entstandene Verhaltens- und Reaktionsweisen, die in unserem Körper, in unseren Zellen und in unserem Unterbewusstsein abgespeichert sind).

Der Coach hat, meiner Meinung nach, die Aufgabe, seine Coachees in die Kraft ihres Unterbewusstseins zu schicken, wo ihnen ihre ureigenen Ressourcen zur Verfügung stehen und wirkliche Veränderung überhaupt erst möglich ist.

Meine Überzeugung aus Erfahrung besteht darin, dass ich nur dann nachhaltig erfolgreich sein kann, wenn ich das Nicht-kognitive berühre, anstatt mich mit dem Coachee in einer kognitiven, analytischen Box aufzuhalten.

Im Unterbewusstsein ,wissen‘ wir nicht kognitiv, das heisst: Wir wissen Nichts.
Da unser Ego, unser Verstand, es hasst, nichts zu wissen, brauchen wir Konzepte,
um uns  sicher zu fühlen.

Sich gemeinsam mit dem Coachee in den Bereich des Nicht-Wissens vorzuwagen, lässt tiefliegendes Wissen zutage treten.
Dann, und nur dann, entsteht tatsächlich etwas Neues.

In so einem Augenblick sind wir alle berührt. In diesem Moment schon.
Weil wir loslassen, weil wir nicht mehr im ,uns selber darstellen müssen‘ sind.
Weil wir als Ganzes wahr- und angenommen werden.
Das an sich passiert leider nicht sehr oft.
Die meisten können es weder geben noch empfangen.
In dem Augenblick in dem ich es geben kann, wird es der andere empfangen.
Ob er dafür offen ist oder nicht.

Jeder Mensch findet es schön, sich gesehen und akzeptiert zu fühlen
mit allem was ist.
Das überhaupt erst ist wahrhaftig und kann einen wahrhaftigen Heilungs- Verbesserungsprozess in Gang setzen.

Wir präsentieren oft nur bestimmte Anteile nach Aussen.
Wir haben gelernt zu zeigen wofür wir glauben gemocht zu werden:
,Ah, so muss ich sein, damit ich anerkannt werde‘.
Den ungeliebten Rest verdrängen und unterdrücken wir.
Vor uns selbst und vor der Gesellschaft.

 

Die unterdrückten anteile und das abgeschnitten sein von unseren eigenen wünschen und bedürfnissen hat eklatante folgen.

Viele Menschen sind krank, haben chronische Beschwerden, suchen Glück in Ablenkung, Alkohol, Drogen, Medikamenten, Konsum, etc. Wir denken wir vermeiden Schmerz, dabei verlängern wir ihn nur!
Wenn wir im Prozess der Veränderungen bewusst hin sehen, werde ich also nicht MEHR Schmerz erleben, als den, den ich ohnehin in mir trage und verdrängt habe.
Zudem kann alles, was ich ans Licht hole, tatsächlich verschwinden.
Das was ich verdrängt habe, bleibt.

DOCH WIR SIND SCHMERZVERMEIDER

Wir wollen keine unguten Gefühle fühlen, wir wollen nicht wirklich genau wissen, was das Problem ist, denn dann müssten wir ja vielleicht wirklich etwas ändern.

Und wir sind Gewohnheitstiere. Wir möchten gerne immer alles sicher und bekannt.
Das ist auch Quantenphysikalisch und Neurobiologisch erklärbar, weil unsere Zellen das Bekannte abspulen und alles Neue uns auf zellularer und neurologischer Ebene zutiefst durcheinander bringt.
Wir können diesen Kreislauf durchbrechen.
Vermeiden aber aus oben genannten Gründen genau diesen Schritt.

Als Coach interessiert mich nicht WARUM der Coachee einen Schmerz hat oder woher er kommt, mich interessiert nur:
Was ist für ein Schmerz da und wo will er hin.
Dieses Annehmen, und das ist eben keine kognitive Erkenntnis, keine Erklärung, ist ein tiefes Annehmen von dem was ist.
Und genau das gibt erst den Raum und die Kraft für wirkliche Veränderung.

 

5 Tips ab morgen ohne Methode erfolgreicher zu coachen:

  • Von vermeintlichem ,Fachwissen‘ loszulassen, weil ich weiss dass das Unterbewusste in mir und im anderen viel grösser ist als meine 5 % Verstand.
  • Bereit sein 'Nicht zu wissen, was gleich passieren wird'.
  • Diesen Raum zu eröffnen erfordert einen guten Selbstwert und ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein.
  • Bewusstsein: Ich gebe mein Ego, das Bewusstsein über die eigene Person und mein angehäuftes äusseres Wissen bedingungslos ab, denn all das spielt im Prozess für die Heilung eines anderen keine Rolle.
  • Sich der eigenen Box, Muster und Urteile bewusst zu sein bevor ich mit der Session anfange. Ich muss mir meiner Wertungen bewusst sein und in der Lage sein sie aussen vor zu lassen, obwohl sie da sind.


Was kann durch diese Art des Coaching entstehen?

Während ich im konzeptuellen Vorgehen mit meinem Verstand versuche die bekannten Dinge zu ändern, erlebe ich hier eine grundlegende tiefe Erkenntnis, die mich dann unangestrengt, aus einer natürlichen Konsequenz heraus, ermächtigt meine eigene Veränderung Schritt für Schritt umzusetzen.
Aufoktroyierte, vom Verstand geformte Ziele strengen an.
Aus dem Innen heraus strahlende Ziele geben Kraft, Lebensmut und machen sogar Spaß.
Ich muss gegen nichts mehr ankämpfen, noch mich mit Disziplin zu etwas zwingen.
Das eine ist ein kognitives Begreifen, ich will etwas, oder ich brauche etwas nicht mehr.
Das andere ist eine unterbewusste Erkenntnis, durch die authentischer, innerer Antrieb wirklich etwas zu verändern und es auch durchzuziehen entsteht.

Ist denn Erkenntnis nicht kognitiv?

Die tiefen Erkenntnisse von denen ich spreche sind nicht kognitiv.
Das kognitive ist, wenn überhaupt, eine Begleiterscheinung. Erkenntnis an sich ist nichts besonderes:
Als halbwegs intelligenter Mensch, als Freund, als Therapeut, als Coach kann ich sehr schnell kognitive Erkenntnisse evozieren.
Wenn Menschen tatsächlich Veränderung erleben, die zu ihrem Guten ist, passiert dies, trotz und nicht wegen der Erkenntnis.Erkenntnis nützt zur Heilung nichts. Im Gegenteil!
Oft fördert es Selbstdestruktive, selbstverurteilende Gedanken, nach dem Motto:
,Ich weiss es doch besser, warum kann ich es immer noch nicht umsetzen?‘.

Jedes analysieren welches mich zu einer kognitiven Erkenntnis führt, ist verschenkte Lebenszeit.
Die Vergangenheit, - und mit ihr all ihre verschiedensten Gründe, ist vergangen.
Das einzige was uns interessieren sollte, ist:
Was will ich verändern und wo will ich hin.
Nicht: Warum bin ich wie ich bin.
Also muss ich mit und in einem anderen Bereich kommunizieren als mit dem Kognitiven, den 5 % Verstand.
Denn diese 5 % sind nicht stark genug eine nachhaltige Veränderung zu generieren.
Das können wir alle wunderbar bei uns selbst beobachten.

Was können wir tun?

Wir müssen, spirituell gesagt, die Seele erreichen. Das Sein des Menschen erreichen.
Die innere Weisheit und unsere Intuition, die uns aberzogen wurde:
„So darfst Du nicht sein, das darf man nicht, das macht man nicht!“.
Wir alle wollen dazu gehören und lieb gehabt werden, daher passen wir uns an und entfremden uns so immer mehr von unseren eigenen Bedürfnissen und Wünschen.
Das eigene System ist kraftvoll und nicht destruktiv.
Das heisst, dass sämtliche Süchte, Drogen, Ablenkungen und auch Krankheiten nur daher kommen, dass wir eine Leere füllen wollen, da wir den Bezug zu unserem eigenen Sein und unserer innewohnenden Kraft verloren haben.

Am liebsten wollen die Menschen Veränderung ohne dass es weh tut.

Ich will eigentlich nicht hinschauen und ich will eigentlich nicht wirklich was verändern, aber trotzdem möchte ich, dass es mir besser geht.
Das wollen die Menschen. Sie wollen dass es ihnen besser geht. Ganz banal.

Was bedeutet das im Coaching-Prozess?

Jeder Mensch möchte gerne gesehen und geschätzt werden, mit allen Fehlern,
unabhängig davon ob er selbst zu ihnen steht oder nicht.

-  Die Offenheit wirklich dem Menschen zu begegnen, der zu mir kommt, ihn in seiner Ganzheit wahrzunehmen und sein zu lassen. So gebe ich ihm den Raum für sein individuelles Wachstum.

-  Mut, sich ganz auf den Moment einzulassen, im Hier und Jetzt zu sein.

- Präsent, wachsam und leer. Erst dann kann ich mit meinem Coachee den Kontakt zu dessen Unterbewusstsein herstellen.
Damit er sich wieder selbst spürt und weiss, was er aus sich heraus möchte.

 

5 Punkte woran ich einen erfolgreichen und den richtigen Coach für mich erkenne: 

-  Ich muss zu 100% spüren, dass der Coach mit und bei mir ist, und nicht bei sich, seinen Konzepten und seinem Wissen.

-  Ich muss mich zu 100% wertgeschätzt und gesehen fühlen, mit allen vermeintlichen Fehlern und Themen.
Ich muss spüren, dass ich ganzheitlich angenommen bin.

-  Ein guter Coach hilft unter keinen Umständen. Er lässt mich auch mal ins Leere laufen und hält Stille aus.
Er kommt nicht mit Pflästerchen, damit es mir besser geht. Das ist nicht sein Antritt.
Er hinterlässt durchaus auch mal Fragezeichen, weil oft das vermeintlich Unangenehme der Weg der Lösung sein kann.

-  Ein guter Coach darf nicht erfolgsorientiert sein. Denn jede Form von Erfolgsorientiertheit ist Konzept, ist individuell und kann auf niemanden übertragen werden.

- Das heisst der Coach darf nichts wollen. Gar nichts. Er darf mir in keinem Moment das Gefühl geben, ,Er wüsste, wo es lang geht‘. Er muss mich berühren, mich erstaunen und schaffen mein altes System durcheinander zu würfeln, meine kognitive Logik quasi ausschalten, damit ich tatsächlich zu neuen Erkenntnissen komme, dich mich bewegen und mein Unterbewusstsein mit einbeziehen.

Seien Sie es sich Wert[!]
Ihre Jo Kern

 

WALK THE TALK [!]
Grenzenlos Wachstum generieren.
das Consciousness Coaching INTENSIVE Auf IBIZA.
04.-10.Juni 2016

10.04.2013
09:00

Eine Definition von Angst, Yann Martel

 

Aus 'Life of Pi' ~ Yann Martel

Yann Martel bringt seine Beschreibung des Phänomens ANGST so knackig und genial auf den Punkt,
dass ich beim Lesen extrem berührt und inspiriert war. TEILENSWERT, finde ich:

"Der Punkt ist gekommen an dem ich ein Wort zum Thema Angst sagen sollte.
Angst ist der einzige echte Feind des Lebens.
Nur Angst kann das Leben bezwingen. Angst ist ein kluger, raffinierter Gegner,
das weiß ich aus Erfahrung.
Sie kennt keine Moral, akzeptiert kein Gesetz und keine Konvention, sie ist unerbittlich.
Sie sucht sich bei jedem den schwächsten Punkt und findet ihn ohne Mühe.
Sie beginnt ihren Angriff im Kopf, immer.
Im einen Moment fühlt man sich noch ruhig, selbstsicher, glücklich. Dann schleicht
die Angst sich in den Verstand wie ein Spion, gehüllt in den Mantel des leisen Zweifels.
Man begegnet dem Zweifel mit Unglauben, und der Unglauben will ihn verscheuchen.
Aber der Unglauben ist ja nur ein armer, schlecht bewaffneter Fußsoldat.
In ein paar Zügen hat der Zweifel ihn besiegt.
Man spürt eine Beklommenheit. Die Vernunft springt in die Bresche. Man ist beruhigt.
Die Vernunft ist schliesslich nach den neuesten Erkenntnissen der Waffentechnik gerüstet.
Aber zu unserem grossen Erstaunen unterliegt, trotz überlegener Taktik und einer Reihe
von siegreichen Scharmützeln, auch die Vernunft.
Wir spüren, wie wir schwach werden, unsicher. Aus der Beklommenheit wird Angst.
Jetzt nimmt sich die Angst den Körper vor, der längst weiss, dass da etwas nicht stimmt.
Längst schon sind die Lungen fortgeflogen wie ein Vogel, die Eingeweide winden sich wie
eine Schlange davon. Jetzt lässt sich die Zunge fallen wie ein Opossum, und das Kinn
galoppiert dazu auf der Stelle. Die Ohren werden taub. Die Muskeln zittern als hätte man Malaria,
und die Knie schlackern, als wären sie auf dem Tanz. Das Herz zieht sich zusammen, dafür weitet
der Schließmuskel sich. Und immer so weiter, der ganze Körper.
Jeder einzelne Teil versagt, jeder auf die Weise, auf die er es am besten kann.
Nur die Augen bleiben aufmerksam. Sie registrieren jeden Schachzug der Angst genau.
Nicht lange, und man macht Fehler. Man lässt seine letzten Verbündeten ziehen: Hoffnung und Vertrauen.
Und schon hat man sich selbst besiegt:
Die Angst, die doch nichts war als ein Hirngespinst, triumphiert.

Es ist nicht leicht, diese Dinge in Worte zu fassen. Denn echte Angst, diejenige, die uns bis in die Grundfesten erschüttert, Angst etwa, die wir spüren, wenn wir dem Tod ins Auge blicken, nistet sich in der Erinnerung ein wie Faulbrand: SIe lässt alles verrotten, selbst die Worte, mit denen wir von ihr sprechen.
Man muss um diese Worte ringen. Man muss kämpfen und das Krebsgeschwür ins Licht der Worte zerren.
Denn wer das nicht tut, wer seine Angst im wortlosen Dunkel lässt, wem es womöglich sogar gelingt, sie zu vergessen, der öffnet sich jedem neuen Angriff der Angst, weil er mit dem Gegner, der ihn beim ersten Mal bezwang, nie wirklich gerungen hat."